AIH - mein Tagebuch

2010

 

25.1.

Erste Anzeichen einer Erkältung kündigen sich an. Warum werde ich davon nicht mal verschont?

 

29.1.-31.1.

Die Woche über hat sich das von Tag zu Tag gesteigert, Husten, Schnupfen, Kopf dicht. Am Freitag gehts ganz schlecht, das Wochenende verbringe ich weitestgehend im Bett. Viele Tee trinken, Rotlicht, Medikamente aller Art.

 

2.2.

Der Schnupfen ist weitestgehend zurückgegangen, aber der Husten ist hartnäckig noch da.

 

15.8.

Habe sehr lange nichts mehr geschrieben und will heute kurz zusammenfassen, was sich in der Zwischenzeit getan hat. 

Am bewegendsten und traurigsten war für mich, dass ich im März, ausgerechnet an meinem Geburtstag, meinen Kater Toby einschläfern lassen musste. Einige Zeit vorher wurde ein kleiner Tumor an seiner Schnauze festgestellt, inoperabel. Er hat Cortison bekommen, auch eine Tier-Heilpraktikerin habe ich eingeschaltet - nichts hat geholfen. An meinem Geburtstag musste ich dann feststellen, dass er das Maul nicht mehr weit genug aufbekam, er konnte nicht mehr fressen und trinken. Es blieb nichts anderes übrig, als ihn zu erlösen. Hier sein Nachruf.

Zwei Untersuchungen hatte es mittlerweile für mich gegeben, im März und im Juni. Keine wesentlichen Veränderungen, Werte im grünen Bereich. Ein klein wenig Sorgen macht mir der Wert Gamma-GT, der ist in den letzten 4 Untersuchungen kontinuierlich angestiegen. Zwar immer noch im Grenzbereich, ist aber doch zu beobachten. Und ANA-Titer liegt nach wie vor außerhalb der Referenz. Erfreulich ist, dass der Arzt meinte, dass wir bei der nächsten Untersuchung im September über einen eventuellen Auslassversuch nachdenken sollten.

Anderes, wenig erfreuliches, hat sich allerdings ergeben. Im Laufe ca. eines halben Jahres haben sich im linken Schultergelenk Schmerzen aufgebaut, und zwar in der Form, dass die Bewegungsfreiheit meines Armes eingeschränkt ist. Nach oben, zur Seite und vor allen Dingen nach hinten ergaben sich Grenzen, die aufgrund von Schmerzen dann nicht zu überwinden waren. Irgendwann bin ich dann doch mal zum Orthopäden gegangen, nach der Röntgenuntersuchung stellte er Verknöcherungen und Verkalkungen fest. Seiner Aussage nach würde Therapien nichts helfen, nur eine OP. Da ich dies so nicht hinnehmen wollte, bin ich zu einem anderen Orthopäden gegangen - dieser meinte, keine OP ohne vorhergehende Therapie.

Mit wurde Physiotherapie verschrieben, außerdem ein Schmerzmittel (völlig wirkungslos). Nach den ersten sechs Therapien wieder zum Arzt, der stellte dann aufgrund einer Röntgenaufnahme neben der schon früher gestellten Diagnose eine Schleimbeutelentzündung fest. Also weitere 6 Physiotherapien, außerdem eine Cortisonspritze in das Gelenk. Nach der 2. Staffel Physio wieder zum Arzt. Die einzige Verbesserung ist, dass ich innerhalb des Bewegungsspielraumes schmerzfrei bin, der Spielraum selbst hat sich nur unwesentlich erweitert. Und noch mal Physio verschrieben, von denen ich jetzt 4 hinter mir habe. Der Arzt meinte, dass beim nächsten mal ein MRT erstellt würde - und dann würde wahrscheinlich eine OP anstehen.

Aktuell habe ich wieder Probleme im Unterbauch, und ich befürchte, dass es wieder eine Divertikulitis wie genau vor einem Jahr ist...

 

17.8.-25.8.

Richtig geraten - wieder eine Divertikulitis. Am 17. war ich beim Arzt und der hat meine Selbstdiagnose bestätigt. Gleich wieder Überweisung ins Krankenhaus, wieder Prenzlauer Berg. Dort war ich dann vom 17. bis zum 22. Der Ablauf war ähnlich wie beim letzten Aufenthalt: am ersten Tag diverse Untersuchungen, unter anderem CT, wodurch eine teilweise heftige Entzündung diagnostiziert wurde. Die Behandlung war wieder konventionell, d.h. Antibiotika und Nahrungskarenz - genauer gesagt gab es nur "Süppchen". Hatte den Effekt, dass ich in diesen 6 Tagen 3 Kilo abgenommen habe.

Was mir schon früher gesagt wurde, wurde mir diesmal eindringlich nahegelegt, nämlich eine OP durchführen zu lassen. Die führt man allerdings nicht während des Entzündungszustandes durch, sondern frühestens 6 Wochen danach. Nachdem sich mein Zustand gut entwickelt hatte, konnte ich also am Sonntag den 22. entlassen werden; vorher legten wir noch den OP-Termin fest: am 1.11. gehe ich ins Krankenhaus und am nächsten Tag findet die OP statt. Krankenhausaufenthalt 6-7 Tage, danach noch gut 2 Wochen Krankschreibung.

Nach der Entlassung war ich dann noch 3 Tage krankgeschrieben, um wieder auf die Beine zu kommen.

 

27.9.

Auswertung der Blutuntersuchung vom 20.9. - alle Werte (außer wie immer ANA-Titer) im grünen Bereich. Mein Arzt schlägt mir vor, bei der OP im November gleich eine Lebebiopsie mit durchführen zu lassen, um entscheiden zu können, ob ich einen Auslassversuch wagen kann. Ich bin natürlich einverstanden.

MRT wegen Schulter wurde inzwischen durchgeführt - habe aber noch keinen neuen Termin beim Orthopäden abgemacht.

 

1.11.-12.11.

Die OP liegt hinter mir! Wie schon oben beschrieben, bin ich am 1.11. ins Krankenhaus Prenzlauer Berg eingerückt. Der Tag ging dann weitestgehend mit Untersuchungen und Abführung drauf. Erfreulich: ich hatte ein Einzelzimmer bekommen! Am 2. dann gleich morgens in den OP-Raum, Narkose und ich war schlagartig weg. So richtig wach wurde ich dann erst am nächsten Morgen so gegen 5 Uhr - die Wachzustände dazwischen kann man nicht ernsthaft als solche bezeichnen. Die OP hatte wohl über 4 Stunden gedauert, entfernt wurden ca. 15 cm Darm. Außerdem Gewebeentnahme von der Leber.

Am 3. so gegen die Mittagszeit bin ich dann wieder auf mein Zimmer gekommen; diesen und den nächsten Tag fühlte ich mich ziemlich matschig. Ab da ging es dann aber schnell bergauf, ab Donnerstag konnte ich sogar schon wieder feste Nahrung zu mir nehmen. In den folgenden Tagen immer wieder Untersuchungen, Ultraschall, Blutabnahme - Entlassung dann am 11.11. morgens.

Heute war ich dann beim Arzt - Krankschreibung zunächst bis zum 22. zur Schonung und zum weiteren Aufbau. Was weniger erfreulich ist: als Ergebnis der Leberbiopsie muss ich weiterhin Azathioprin nehmen. Auch wenn die Leberwerte nach wie vor gut sind, so zeigt das Ergebnis doch, dass die Entzündung noch drin steckt. Von daher also kein Auslassversuch - aber ich werde meine Chance schon noch bekommen!

 

 

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