Autoimmunhepatitis

(AIH bzw. CAAH)

                                                                                                                                                   Klinikum Prenzlauer Berg  

 

Autoimmunität = Abwehr gegen sich selbst

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Bei der autoimmunen Hepatitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Leber, die bevorzugt Frauen trifft.

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Autoimmun-Erkrankungen sind durch eine falsche Programmierung des menschlichen Abwehrsystems (Immunsystems) gekennzeichnet. Die eigenen Zellen und Organe werden bekämpft und führen so zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen. Wie es zu dieser Fehlprogrammierung kommt, ist bis heute noch nicht genau und im Detail geklärt.

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Die autoimmune Hepatitis betrifft ungefähr einen von 10.000 Menschen in Europa.

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Bei 40 % der Patienten beginnt die Krankheit mit einer akuten Symptomatik, ein beachtlicher Teil ist asymptomatisch. Klinisch ist sie durch Müdigkeit, Leistungsschwäche und bei 25 % durch Bindehautentzündung, Gelenkbeschwerden und -entzündungen, Schilddrüsenentzündung, Zuckerkrankheit und Dickdarmentzündung charakterisiert.

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Etwa zwei Drittel der Patienten fallen durch eine Gelbsucht auf.

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Die primäre Therapie der chronischen Autoimmunhepatitis besteht in der Gabe von Cortison.

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In den meisten Fällen wird die Cortisontherapie hochdosiert durchgeführt und auf eine niedrige Erhaltungsdosis reduziert. In den meisten Fällen wird nach zwei bis drei Jahren ein Auslass-Versuch unternommen. Tritt hiernach ein Rückfall der Erkrankung auf, muss die Therapie nach dem derzeitigen Kenntnisstand als Langzeittherapie wieder aufgenommen werden.

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Bei einigen Patienten wird die oben geschilderte Therapie nicht erfolgreich sein. In diesem Fall ist die Prognose schlecht. Der chronisch-entzündliche Prozess der autoimmunen Hepatitis kann dann in eine Leberzirrhose fortschreiten. In solchen Fällen sollte man heute rechtzeitig die Möglichkeit einer Lebertransplantation erwägen.

      

Warum schreibe ich über diese Krankheit? Weil eben genau diese Krankheit, von der ich ursprünglich weder den Namen kannte noch wusste, dass sie überhaupt existiert, bei mir Anfang Februar 2007 diagnostiziert wurde. Seitdem habe ich mich intensiv über AIH informiert.

Und warum nun diese Seite? Auf keinen Fall kann ich die Seiten, die es dazu schon im Internet gibt, ersetzen oder ergänzen, ich will auch keine neue Selbsthilfegruppe gründen. Ich möchte hier einfach nur diese Erkrankung darstellen, Links angeben, sammeln, und auch beschreiben, wie es mir selbst ergeht (siehe dazu mein Tagebuch). Vielleicht können meine Erfahrungen ja auch anderen Betroffenen ein Stück weiterhelfen. Und ich bitte um Nachsicht, wenn sich vielleicht der eine oder andere Fehler einschleichen sollte - ich bin kein Mediziner; aber ich gehe so sorgfältig wie möglich mit den Dingen um, die ich hier weitergebe. Hinweisen möchte ich auf das unten genannte Forum, hier können sich Betroffene und Angehörige austauschen. Dieses Forum ist deshalb so wertvoll, weil viele, die die Diagnose erhalten, zunächst im Internet recherchieren und dort oft Informationen finden, die nicht zutreffend sind. Zum Anderen geraten Betroffene immer wieder an Ärzte, die sich mit diesen Erkrankungen nicht auskennen. Durch die Austauschmöglichkeit im Forum können viele Ängste und Unsicherheiten genommen werden.

Auch bei Facebook gibt es Gruppen, in denen man sich austauschen kann: Autoimmunhepatitis (AIH)/primär biliäre Cholangitis (PBC)/Overlap und eine internationale Gruppe Autoimmune Hepatitis Group. Beide Gruppen sind geschlossene Gruppen, d.h. man muss sich anmelden.

 

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